Hoffnungsthaler Messerwerkstatt
Hoffnungsthaler Messerwerkstatt
Schmuck

Aus einer Büffelhornplatte schneide ich zunächst mit einem Forstnerbohrer die passende Ringgrösse heraus. Der schwarze Rand entspricht der zukünftigen Ringstärke.

Das markierte Stück wird mit Japansägen ausgeschnitten und dann am Bandschleifer in Form gebracht. Anschließend werden die Löcher gebohrt, in die später die Zierelemente eingelassen werden. In diesem Falle sind das zwei 3mm und ein 6 mm Zierpin aus jeweils sechs unterschiedlichen Materialien. Auf dem Foto sieht man die schon in Länge geschnittenen Elemente. Neben dem Lochverlauf erkennt man eine beigebräunliche Verfärbung, die schlussendlich den Charakter des Ringes ausmacht. Jeder Quadratzentimeter Horn weicht in der Farbgebung vom anderen ab und macht das Material so interessant und individuell. Diese Strukturen werden allerdings erst nach den ersten Poliergängen sichtbar.
Hier ist ein Ring schon vorpoliert. Die Zierelemente sind bereits mit Epoxydharz eingeklebt und werden nach einer 24stündigen Aushärtungszeit abgesägt.

Für technikinteressierte Betrachter folgender Hinweis:

Für einen 3 mm starken Pin benötigt man eine 3,2 mm Bohrung, für einen 6 mm Pin nehme ich einen 6,3 mm Bohrer. Die Pins müssen stark angerauht oder kanneliert werden, damit das Harz greifen kann. Die jeweilige Maßzugabe hat denselben Zweck.
Fertiger und auf Hochglanz polierter Büffelhornring.

Die passende Kette aus Büffelhornspitze ist ebenfalls auf dieser Seite zu sehen.
Ring aus Hirschgeweih.

Neben den zwei 3mm starken Zierelementen hatte ich in der Mitte ein 6 mm Element eingeplant, dessen Innenleben mir jedoch am Bandschleifer um die Ohren geflogen ist. Da die nunmehr leere Edelstahlfassung bereits fertig verklebt war, habe ich eine Füllung aus Hirschhorn gefertigt, die oben kugelförmig ausgearbeitet ist. Die Mitte ziert 1,5 mm starkes Rotgold.
Ring aus Elfenbein.

Das mittlere, 8 mm starke Zierelement, ist innen hohl und wurde dann ebenfalls mit Elfenbein ausgefüllt. Die passende Kette aus 600jähriger Olive mit einem Elfenbeinmittelstück ist ebenfalls auf dieser Seite zu finden.
Vor Jahren kaufte ich einen Posten 1000jähriger Eiche, in der Hoffnung, irgendwann etwas damit anfangen zu können. Auf der Eiche liegt ein Herder Buckelsklingenmesser, dessen Griffschalen aus Buchenholz von mir ausgetauscht wurden (zu sehen unter "Sonstige Messer")
Ring aus 1000jähriger Eiche.

Das Mittelelement ist ein handgeschmiedeter Schischuhnagel von 1910.
Passende Kette zum Ring.

Mittelelement und kleine Applikation rechts unten sind ebenfalls Schischuhnägel. Der Verschluß ist aus Eiche gefeilt, die Lederschnur führt durch eine innen hohle Zierniete.
Ring aus Vogelaugenahorn
Kette aus 600jähriger Olive mit einem Mittelstück aus Elfenbein und einem 8mm starken zwölfteiligen Zierelement. Halsverschluss ebenfalls aus Elfenbein geformt.
Kette aus Hirschhornspitze mit einem Verschluss aus Hirschhornkrone.

Das Mittelstück ist ein Zierelement aus Kupfer und Messing, im oberen Bereich wechseln sich 6 Messing und Kupferelemente ab. Darunter habe ich eine Nut geschliffen, in die Gold- und Silberdraht eingelegt ist.

Passend zum Hirschhornring auf dieser Seite.
Kette aus Büffelhornspitze mit Messingkugeln, als einzigem Zierelement. Passend zum Ring aus Büffelhorn.
Einfache Kette aus versteinertem Holz in Donutform mit Messingapplikationen.
An dieser Stelle habe ich einen völlig neuen Werkstoff entdeckt, die Taguanuss.

Hierbei handelt es sich um eine in Südamerika beheimatete Nuss (sogenannte Steinnuss oder auch pflanzliches Elfenbein genannt) die bereits von den Ureinwohnern zu Schmuck und ähnlichem verarbeitet wurden. Es ist ein hervorragend zu verarbeitendes Material, das sowohl gesägt, gebohrt, geschliffen und poliert werden kann. Unter starker Hitzeeinwirkung verfärbt sie sich bräunlich.

Links sieht man eine unbehandelte Nuss, mittig eine polierte und rechts eine aufgeschnittene Nuss.
Kette aus Taguanuss mit einem ebensolchen Halsverschluss. Dort, wo der Stengel wuchs, habe ich ein Stück Rundleder eingeklebt und die Kettenaufhängung befestigt. Die Aufhängung besteht aus beledertem Zwirn.
Rückseite der Kette
Kette aus einer Nussscheibe mit 18 Karat Gelbgoldaufhänger und kleinen Brillanten,

Verschluss ebenfalls aus Gelbgold mit Brillanten. Hierzu hat mir meine Frau einen alten Ring zur Verfügung gestellt, den ich zunächst aufgesägt und dann formgeschmiedet habe.
Ring aus Taguanuss
Kleines Damenmesser mit Klinge aus Damaszenerstahl, Griff aus der Taguanuss und einer Scheide aus Pythonleder. Am Scheidenhals sind kleine Applikationen aus Nuss eingearbeitet.
Ensemble aus Ring Messer und Kette, fertiggestellt im Juli2012.
Auf zu neuen Ufern. Soeben eingetroffen, Mammutelfenbein rd. 15.000 Jahre alt.

Links roh, rechts anpoliert.

August 2012
Habe eine neue Taguanusskette kreiert. Dieses Mal habe ich die Schale vollständig erhalten. Mit einem 22 mm Forstnerbohrer bohrte ich die Oberfläche in der Stärke der Goldmünze (unbekannter Herkunft) aus und setzte sie in Epoxydharz ein.

4. Dezember 2012
Als "Stiel" diente dieses Mal ein Messinghohlelement, in das die geflochtene Lederschnur eingesetzt wurde.
Tja, so richtig begeistert ist meine Frau nicht gerade.
Im November und Dezember 2012 fertigte ich für meine Frau Weihnachtsgeschenke.
Der Ring besteht aus einem Stück der 1000jährigen Eiche und einer Brücke aus Taguanuß. Die Brücke ist aufgedübelt und mit Epoydharz verklebt. Der Planschliff und die Feinpolitur erfolgten auf der Polirette S.
Aus Elchhorn und einem alten Goldring von Claudia gefertigt. Den Ring sägte ich auf und schmiedete ihn auf das Hornmaß um. Danach Verdübeln und Verkleben.
Aus einer traumhaft schönen Büffelhornplatte mit gelblichen Einschlüssen formte ich zwei Ringe.
Die beiden Ringe, bei denen die gelblichen Einschlüsse gut erkennbar sind, bilden das Verschlußstück eines Armbandes. Das ehemals kannelierte Messingrohr, das im Innendurchmesser der Lederstärke entspricht, schliff ich außen auf Ringmaß herunter.
Auf das Rohr setzte ich einen Büffelhornring, einen tricolor Cartierring, daneben dann wieder einen Büffelhornring. Das Rohr wurde bündig abgeschnitten.
Anschließend erfolgte die Verklebung des Flechtleders im Innenrohr.
Die Freude war groß.
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