Hoffnungsthaler Messerwerkstatt
Hoffnungsthaler Messerwerkstatt
Neue Projekte

Habe zur Zeit einige Messer in der Planung und experimentiere mit neuen Materialien..

2. November 2012

Konnte nicht widerstehen. Heute eingetroffen, schwedische Rosendamastklinge, Mammutelfenbein und ein Sack Taguanüsse.

29. November 2012

Gestern habe ich eine neue Kette fertiggestellt aus ungeschliffener Taguanuss mit einer Goldmünze und entsprechendem Aufhänger an einer geflochtenen Lederschnur (siehe Schmuck).

29. November 2012

Experimentiere zur Zeit mit Hirschhorn. Habe, was schwer fiel und Überwindung kostete, die Perlung weggeschliffen bis das Stück überwiegend weiß war. Nur die sehr tief liegenden Schichten habe ich in natur belassen. Danach habe ich das Horn mit Salmiakholzbeize in nussbaumdunkel gebeizt.

Nach entsprechender Politur gefällt mir das Ergebnis sehr gut, weil es Hirschhorn von einer völlig neuen Seite zeigt. Die Messermacher Ikonen Bill Scagel und Bob Loveless arbeiteten mit dieser Methode.

4. Dezember 2012
Mal schauen, was letztlich daraus wird.

Im Januar 2014 Verwendung gefunden als Messerscheide für das kleine Damenmesser mit Mammutelfenbein (siehe sonstige Kreativitäten).
Von Oktober bis Dezember baute ich für meine Frau Weihnachtsgeschenke. Ein Armband aus geflochtenem Leder mit einem Verschlußstück aus zwei Büffelhornscheiben, die einen tricolor Cartierring flankieren, einen neuen Taguanussring, einen Ring aus 1000jähriger Eiche mit einer Taguanussbrücke sowie einen Ring aus Elchhorn mit Gelbgoldapplikationen (Bilder und Beschreibungen der Objekte siehe "Schmuck").

Am 31. Dezember 2012 verstarb meine Mutter. Am 2. Januar 2013 begann ich mit dem Entwurf und dem Bau einer Urne, angesichts der phantasielosen Produkte aus dem Bestattungsgewerbe (näheres siehe "Urnenbau")

Konnte im Kölner Münzkabinett günstig zwei römische Münzen erwerben.
Diese inspirierten mich zu einem weiteren Messerbau, dem "Moneta Romana an Damast". Das Messer konnte am 20.02.2013 fertiggestellt werden. Die Dokumentation findet ihr unter dem entsprechenden Reiter in der Kopfzeile.
Habe heute, am 21.02.2013, bei Dictum neue Klingenrohlinge, diamantbeschichtete Feinstsägeblätter sowie Mammutelfenbein bestellt.

Soeben eingetroffen. Tolle Klinge aus Rosendamast, 300 Lagen, Kohlenstoffstahl. Ein Griffschalenpaar vom Mufflonwidder, zwei kleine Platten aus Mammutelfenbein (12000 Jahre) und diverse Zierpins in gängigen Stärken mit teils farbigen Einlegearbeiten,
Leider wird jetzt das Wetter besser.
Siehe jetzt auch unter Mufflon an Damast
4. März 2013
Mein Freund Peter Trompetter hat mir eine 50 cm lange alte Feile geschenkt. Da alter Feilenstahl qualitativ extrem hochwertig und mithin ideal zum Messerbau geeignet ist, habe ich schon einmal die Umrisse aufgezeichnet. Im Frühjahr geht es dann draußen zur Sache. Werde versuchen, Feilenstrukturen im Messerrückenbereich partiell zu erhalten.
Im März 2013.
In der Wochenendausgabe des Kölner Stadtanzeiger vom 9./10 März 2013 wurde der Kölner Silberschmied Micha Peteler mit seinem Schmiedeatelier und seinen beeindruckenden Werken vorgestellt. Am 11. März setzte ich mich mit ihm in Verbindung. Wir schauten uns gemeinsam meine Homepage an, die auf großes Interesse stieß und beschlossen dann, ein gemeinsames Messerprojekt anzugehen. Darauf freue ich mich riesig.
11. März 2013

Heute fertig geworden, mein neues Messer "Mufflon an Damast" oder "Reine Männersache". Ein gut in der Hand liegendes Gebrauchsjagdmesser ohne jedwede Schnörkel. Weitere Informationen unter
"Mufflon an Damast".
30. März 2013
Nachdem ich die Lederscheide für mein "Moneta Romana an Damast" fertiggestellt hatte, kam mir eine völlig neue Idee für eine weitere Scheide, die dem Messer noch mehr Geltung verschaffen sollte. Eine Scheide, die nur die Klinge verdeckt, am Scheidenmund mit dem Messer korrespondiert und zudem noch, dank integrierter Magnete, das Messer fest im Griff hat.

Einmal die Vollscheide -näheres siehe Scheidenbau-
Einmal die Halbscheide mit Bronzemund und integrierten Magneten -Bauweise siehe Scheidenbau-
Gut zu erkennen, dass der Bronzering zur Scheide gehört.
Habe die Lederscheide vor dem Färben partiell gefettet, damit die Lederfarbe unterschiedlich stark aufgenommen wird.

Bau der Scheiden März und April 2013.

Komme gerade aus Solingen von der Messer Macher Messe im Deutschen Klingenmuseum.
Immer wieder beeindruckend. Meine Messer Carolus Magnus und Moneta Romana wurden hochgelobt.
Habe allerdings viel Geld dagelassen.
Nachfolgend die Neuerwerbungen:

Eine Klinge aus dem legendären RWL 34 von Maihkel Eklund aus Schweden und eine Karbonstahlklinge von J & S Nylund aus Dänemark.
Obere Klinge jetzt zu sehen unter "Skinner an Mooreiche".
Eine schier unglaubliche Klinge vom derzeitig besten Damastschmied Deutschlands, von Uwe Heieck (www.messergarage.de).
Es handelt sich um sogenannten Federdamast, der anspruchvollsten Kür des Schmiedens. Uwe hat mir die Fertigungstechnik erklärt; leider habe ich nur die Hälfte verstanden. In jedem Falle ist es jedoch so, dass das Damastpaket zum Schluss der Länge nach geteilt wird und die Federzeichnung dann durch die Materialverdrängung entsteht.
Eine total verrückte Arbeit; die Klinge ist zweischneidig und rattenscharf.
Habe dann bei allen Händlern geignetes Griffmaterial gesucht und bin bei Henrik Ussing aus Dänemark fündig geworden (www.mermaid-knives.com).
Der hatte tatsächlich noch ein Stück vom begehrtesten Material überhaupt, einem Stück Narwal. Es handelt sich hierbei um den Stoßzahn des im arktischen Ozean beheimateten und nur in der Nähe des Packeises auffindbaren Narwal.
Dieses edle und stets gerade gewachsene Material kommt natürlich der zweischneidigen Klingenform sehr entgegen. Der typische Drall im Zahn wirkt unglaublich elegant.
Zwischenzeitlich holte Claudia bei Uwe die Klinge ab, damit ich mir einen besseren Gesamteindruck verschaffen konnte. Uwe meinte nur, dass es da einen Dänen gäbe, der ein Stück Narwal hätte. Das Gelächter war gross, als Claudia erklärte, dass ich gerade davorstünde.
Nach dem Kauf zu Uwe zurück und noch ein bildschönes Damastpärchen für die Zwinge und den Knauf gekauft.
Muss ich allerdings nach dem Anpassungsprozess noch ätzen.
Ich glaube, dass wird ein gutes Messerchen.
Auch noch gefunden, edle Griffschalen von der Seekuh (Rippenknochen).
Und außergewöhnliche Nieten, sogenannte Zierpins. Die roten Pins harmonisieren hervorragend mit Zwischenlagen aus roten Vulkanfiber.
Hoffnungsthal, am 5, Mai 2013; leider ist das Wetter gut und Claudia hat die Klinge weggeschlossen. Die gibt es erst zum Geburtstag.

Der Narwaldolch wurde am 1. Juli 2013 fertig.
Dokumentation erfolgt unter "Narwal an Damast"
Die Reaktionen aus der Szene sind überwältigend.
In einer Woche geht es in Urlaub. Ich glaube, ich fange nichts Neues mehr an.
Hoffnungsthal am 7. Juni 2013.

Experimentiere zur Zeit mit der RWL 34-Klinge von Maihkel Eklund herum. Habe hierbei grosse Probleme, da die Schultern vom Ricasso zum Erl weder rechtwinklig sind noch auf gleicher Höhe liegen. Was der sich dabei nur gedacht haben mag? Ist mir leider in Solingen nicht aufgefallen. Ideen für Griffmaterial und Form stellen sich leider auch noch nicht ein, da sich die kurze und starke Klinge gestalterisch als problematisch erweist.

Hoffnungsthal, am 19. August 2013.

Messer fertiggestellt nach 6 Wochen. Fertigungsprozess siehe
"Skinner an Mooreiche"

Habe im Urlaub (Herbst 2013) den letzten Federkielsticker Österreichs kennengelernt.
Einfach unglaublich, was der Typ drauf hat. Er ist bereit, meine Messerscheiden mit Federkielstickereien zu versehen, sofern die Scheide das stilistisch zulässt.
Hierzu ist allerdings erforderlich, die Scheide im Rohschnitt zu versenden, da Georg Leitner seine Kunst nur auf planen Flächen ausüben kann.
Georg nimmt ca. 90 € für ein Monogramm.
Unglaubliche Arbeit, das alles aus gespaltenen Pfauenfederkielen.
Wird wahrscheinlich ein schwieriges Unterfangen.
Die Medien berichteten Anfang Oktober 2013, dass im Rahmen des Tagebaues Garzweiler II eine 12 Millionen Jahre alte Zypresse, nahezu vollständig erhalten, entdeckt wurde. Eignet sich doch hervorragend für ein neues Messerchen. Ein Stück ging an den Geologischen Dienst NRW, weitere Teile an Museen ein Stück verblieb bei RWE Power.
Mal sehen, was meine Anfragen ergeben.
Habe heute eine Anfrage an Herrn Lang von der Pressestelle der RWE geschickt. Er machte mir fernmündlich ebenfalls wenig Hoffnung.
Meine E-Mail wird innerhalb von RWE rundgereicht. Habe heute drei vielversprechende Teilzusagen von unterschiedlichen Bereichsleitern bekommen.
Das wäre ein Ding!
Hoffnungsthal, am 18.Oktober 2013
Unglaublich aber wahr. Gestern erhielt ich ein 40 kg Paket mit Hölzern aus dem Terziär. Es waren viele Telefonate erforderlich, viele Schreiben und E-Mails. Letztendlich fand ich einen unglaublich netten und kooperativen Ansprechpartner, der sich von meiner Homepage hatte inspirieren und überzeugen lassen. Würde ihn furchtbar gerne namentlich nennen (zumal auch er eine beeindruckende Homepage unterhält), fürchte dann jedoch um "Trittbrettfahrer".
Ich fasse es nicht. Der Duft von 11 bis 16 Millionen Jahren altem Holz.
Das hellere Stück ist werkstatttrocken und exakt 11 Millionen Jahre alt. Alle anderen Stücke sind erdnass und in Gefrierbeuteln verpackt.
Eile war angesagt. Das Holz muss bis zur chemischen Behandlung mit Polyentylenglykol in Wasser gelagert werden. Ein kleines Stück, dass ich mit in meine Werkstatt genommen hatte, war bereits am nächsten morgen völlig zerbröselt.
Für mich ist die ganze Geschichte unglaublich aufregend. Werde nach Eintreffen des PEG geeignete Behältnisse beschaffen, um nun ja keinen Fehler zu machen. Erst müssen die Exponate zwei bis drei Monate in geschlossenen Behältnissen lagern, danach noch wenigstens 9 Monate im geöffneten Zustand. Erst danach kann der feste Block, der sich um die Hölzer gelegt hat, im Backofen bei 60 Grad vorsichtig abgedampft werden.
Wird übrigen ein teueres Vergnügen. Das PEG wird in Flocken geliefert und auf 750 ml Wasser müssen 250 ml Flocken aufgerührt werden. Das Konservierungselement muss in doppelter Höhe in dieser Lösung liegen.
Hoffe mal, daß ich mit 20 Kg. PEG hinkomme.

Hoffnungsthal, am 30. November 2013

Gestern, am 20. Oktober 2013, übergab mir meine Tochter die Skizze eines Messers, die mein 10jähriger Enkel Max gefertigt hatte. Max wünscht sich von seinem Opa ein Messer und hat dabei schon relativ klare Vorstellungen.
Zeichnung und weitere Entwicklung unter "Max Zimmer Messer"
Habe herumexperimentiert mit kleineren Stücken, die ich eine Woche in Yachtcare von Voss Chemie eingelegt hatte (siehe auch Strandgut unter sonstige Kreativitäten).
Nach einem Anschliff mit anschließender Feinpolitur zeigt sich eine feine, marmorstrukturähnliche Oberfläche.
Das hellere Stück mit feiner Holzzeichnung ist 11 Millionen Jahre alt, das dunkle 16 Millionen Jahre.
Hoffnungsthal, am 9. Dezember 2013

10 Kilo Polyethylenglykol (PEG) sind eingetroffen. Möglichst behutsam zerlege ich das 11 Millionen Jahre alte Stück in bearbeitbare Größen.
Diese Stücke erhalten eine eigene Box.
Habe mir einen gebrauchten 30 Liter Einwegkessel mit integriertem Thermostat gekauft, in dem ich das Süppchen anrühren werde.
Rechts im Bild das PEG.
Die nur noch tropfnassen 16 Millionen Jahre alten Stücke.
Bei exakt 60 Grad Wassertemperatur wird das PEG eingerührt. Meine Atemschutzmaske habe ich abgelegt, weil das Zeug weder riecht noch brennt oder beisst.
Knifflige Aufgabe. Jedes Behältnis erhält die doppelte Menge PEG-Lösung wie dessen Holzvolumen.
So, fertig verpackt und für 3 Monate luftdicht verschlossen.
Wiedervorlage 15. März 2014
Im Januar 2014 ein kleines Karbonstahlmesser gebaut mit Mammutelfenbeinschalen und einer etwas ungewöhnlichen Scheide. Näheres unter "Sonstige Kreativitäten".

Anfrage an Blades Community am 12.02.2014; das Projekt beschäftigt mich schon lange. Hege allerdings wenig Hoffnung, da das Element C (Kohlenstoff) fehlt.

Ihr Lieben,

bin im Besitz einer äußerst exotischen Metallplatte von 22 cm x 10 cm und einer Stärke von 3,5 mm. Das Gewicht beträgt 531,5 Gramm. Mit dieser Platte wurde vor vielen Jahren ein bekanntes Pfandhaus hereingelegt, weil der Eindruck erweckt wurde, es handele sich um Palladium. Damalige Tests (Säuretest, Magnetismustest, spezifisches Gewicht etc.) bestätigten zunächst diesen Eindruck, die Platte wurde mit einem fünfstelligen Betrag beliehen. Oben links ist die Nr. 35381 eingestanzt, oben rechts die Bezeichnung LOUYOT (damals eine bekannte Scheideanstalt). Unten links dann die Nr. 533 und rechts die Bezeichnung 18 K 750. Natürlich wurde die Platte niemals abgeholt.

Eine Jahre später durchgeführte Analyse ergab dann, dass die Platte 68 % Eisen, 19 % Chrom, 10 % Nickel und 2 % Mangan enthält. Ferner Kupfer, Wolfram und Molybdän von jeweils unter 1 %.

Da die Platte einen wunderschönen Edelglanz hat (ähnlich wie Platin), beabsichtige ich, hieraus ein Messer zu bauen.

Jetzt meine Frage an die Experten unter Euch. Ist die Legierung überhaupt messertauglich, lässt sie sich härten, schärfen etc.

Bin für jeden Hinweis dankbar.

LG

Kai
Jetzt erst einmal Reaktionen abwarten.

Habe im Forum Metin Anan kennengelernt, einen begnadeten Schmied und Künstler, zu dem ich mittlerweile im regen Austausch stehe.
Konnte von ihm eine wunderschöne Klinge in "Zebradamast" erwerben.
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